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Unterschiede der AstroSolar® Folien

Es gibt drei verschiedene Arten von AstroSolar® Sonnenfilterfolien, sowie zusätzlich noch den Baader TurboFilm™ zum Schutz ihrer Optik.

Im folgenden möchten wir Ihnen die Unterschiede für die Anwendung erklären. Die optisch-technischen Eigenschaften der beiden Teleskop-Folien (AstroSolar® Safety Film und AstroSolar® Foto Film), finden Sie in den allgemeinen Technischen Informationen

AstroSolar® Safety Folie (OD 5.0)

AstroSolar<sup>®</sup> Safety - Sicher für Sonnenbeobachtung bei hoher Vergrößerung
AstroSolar<sup>®</sup> Safety - Sicher für Sonnenfotografie bei hoher Vergrößerung

Die patentierte Baader AstroSolar® Safety Folie 5.0 ist hergestellt für die visuelle und fotografische Beobachtung der Sonne bei hoher Vergrößerung (mit zusätzlicher Optik) – sowohl für die Anwendung mit Teleskopen und Ferngläsern, als auch für Kamera- und Teleobjektive. 

Mit AstroSolar® Safety Folie 5.0 – montiert vor ihrem Objektiv – können Sie die Sonne fotografieren und gleichzeitig in aller Sicherheit den Kamerasucher verwenden – oder mit jeder beliebigen Vergrößerung durch ein Teleskop oder einen Feldstecher direkt in die Sonne schauen.

Die Beschichtung der AstroSolar® Safety Folie 5.0 wird einer ständigen Qualitätskontrolle unterzogen. Die Filterwirkung und ihre Sicherheit für die Sonnenbeobachtung werden regelmäßig gemessen.

Die Stärke des Sonnenlichtes wird bei der AstroSolar® Safety Folie mit einer Optischen Dichte von 5.0 um 99,999% auf weniger als 1 : 100.000 reduziert. Die beidseitige Beschichtung der AstroSolar® Safety Folie 5.0 bewirkt eine hervorragende Gleichförmigkeit der Filterwirkung und neutralisiert jene gelegentlich auftretenden mikroskopisch kleinen Löcher in der Vergütung, die sich auch bei teuren, nur einseitig beschichteten Glasfiltern nicht vermeiden lassen.

Eine einzige Lage AstroSolar® Safety Folie 5.0 reicht aus um einen sicheren Sonnenfilter mit höchster Schärfeleistung für Ihr Teleskop, Fernglas, Spektiv oder Kameraobjektiv herstellen zu können. Wir stellen diese Folie seit über 25 Jahren her

Wichtiger Hinweis: Die Norm EN ISO 12312-2:2015 für Augensicherheit bei Verwendung von Sonnensichtbrillen mit dem bloßen Auge ist für Objektivfilter zur Anwendung an Fernoptik nicht gültig. AstroSolar® Safety Folie 5.0 darf nicht für die Beobachtung mit bloßem Auge ohne zusätzliche Optik oder für die Herstellung von Sonnensichtbrillen verwendet werden. Für direkte Sonnenbeobachtung ohne Teleskop, Fernglas oder Kamera fragen Sie bitte nach unseren EN ISO 12312-2:2015 zertifizierten Sonnensichtbrillen mit AstroSolar® Silver/Gold Folie.

AstroSolar® Silver/Gold Folie (OD 5.0)

AstroSolar<sup>®</sup> Silber - Sicher für visuelle Sonnenbeobachtung ohne zusätzliche Vergrößerung

AstroSolar®-Silver/Gold Folie ist speziell entwickelt für die visuelle Beobachtung der Sonne ohne zusätzliche Vergrößerung. Diese Folie wird ausschließlich in unseren Solar Viewern verwendet.

Die Optische Dichte unser Solar Viewer mit AstroSolar® Silver/Gold Folie beträgt OD 5.0. Unsere Solar Viewer sind CE-geprüft und entsprechen der Norm EN ISO 12312-2:2015 – sie sind somit zertifiziert für den sicheren, direkten Blick in die Sonne.

AstroSolar® Silver/Gold Folie ist nicht für die Verwendung mit höchsten Vergrößerungen optisch nachbehandelt, daher empfehlen wir Sie nicht in Kombination mit Fernrohren oder Kameras zu verwenden.

Wir stellen Sonnensichtbrillen mit AstroSolar® Silver Folie seit über 25 Jahren her. Während der Sonnenfinsternis im Jahre 1999 waren mehr als 20 Millionen Sonnenfinsternisbrillen mit AstroSolar®-Silver Folie im Einsatz. Für die Sonnenfinsternis in den USA 2017 bringen wir nun die Weiterentwicklung auf den Markt: Solar Viewer AstroSolar® Silver/Gold, mit augenseitig reflexfreiem Einblick für ein hervorragendes Seherlebnis.

Warum verwendet man diese Folie nicht für Teleskope – ganz einfach:

Bei der fotografisch nutzbaren AstroSolar® Safety Folie 5.0 für Teleskope steht die feinoptische Qualität im Vordergrund. Diese Folie muss sehr sorgfältig behandelt werden, denn die beidseitigen Metallschichten sind genauso empfindlich wie der offenliegende Teleskopspiegel eines Newton-Teleskops.

Bei AstroSolar® Silver/Gold Folie 5.0 für Sonnen-Sicht-Brillen steht die visuelle Beobachtung ohne Vergrößerung im Vordergrund. Diese Folie muss keine feinoptische Qualität haben. Stattdessen ist sie jedoch technisch beidseitig so ausgerüstet, dass jeweils eine wesentlich widerstandsfähigere reflektierende Oberfläche gewährleistet ist, welche für eine Sonnen-Sicht-Brille aufgrund der manchmal unsachgemässen Behandlung wichtiger ist. Astrosolar® Silver/Gold Folie ist bei sachgemäßem Umgang kratzfest, insbesondere bewirkt sie jedoch kein unscharfes Doppelbild der Sonne wie dies bei Verbundmaterialien aus miteinander verklebten, einseitig beschichteten Folien die Regel ist. Die doppelseitig beschichtete AstroSolar® Silver/Gold Folie bietet dagegen ein perfekt scharfes Bild, sogar mit der Möglichkeit, grössere Sonnenflecken direkt zu erkennen.

Im Gegensatz zu schwarzen, russgefüllten Absorptions-Folien anderer Hersteller blockieren die reflektierenden Metallschichten unserer AstroSolar® Silver/Gold Folie den roten Spektralbereich (insbesondere jedoch den unsichtbaren Infratrotanteil des Lichts) wesentlich effektiver und erreichen dadurch bei der erforderlichen optischen Dichte von OD 5.0 eine höhere Sicherheitsklassifizierung.

AstroSolar® Foto Folie (OD 3.8)

AstroSolar Foto - Nicht sicher für visuelle Beobachtung mit und ohne Vergrößerung

AstroSolar Foto - Sicher für digitale Sonnenfotografie bei hoher Vergrößerung

Diese Folie ist nur für erfahrene Astrofotografen geeignet. Baader AstroSolar® Foto Folie OD 3.8 ist nicht als Schutz für die visuelle Beobachtung konstruiert. Photo Film ist ebenfalls nicht notwendig um mit einem Kameraobjektiv die Sonne zu fotografieren – das wäre bei der geringen Vergrösserung eines Tele-Objektivs viel zu hell.

AstroSolar® Foto Folie dient dazu, mit astronomischen Teleskopen – und nur in Verbindung mit schnellen digitalen Videokameras – feinste Details der Sonnenoberfläche trotz höchsten fotografischen Vergrößerungen dank ultrakurzer Belichtungszeiten regelrecht einfrieren zu können (durch das sogenannte Lucky Imaging Verfahren). Nur so lassen sich die bildzerstörenden Luftturbulenzen der Erdatmosphäre bei der Sonnenfotografie ausschalten. Die mit dieser Gerätekombination erzielbaren Bildergebnisse sind unserer Meinung nach recht beeinduckend – siehe dazu auch die Bildergalerie und unsere Kundenurteile

Benutzen Sie die AstroSolar® Foto Folie 3.8 nicht, solange Sie sich nicht sicher sind, dass Sie ausreichend Erfahrung in der Videografie der Sonne gesammelt haben, um sicher mit den Risiken umzugehen, die mit der Nutzung einer so hohen Bildhelligkeit verbundenen sind.

AstroSolar® Foto Folie 3.8 besteht aus dem gleichen, optisch nachbehandelten Trägermaterial mit beugungsbegrenzten Eigenschaften wie bei AstroSolar® Safety Film mit optischer Dichte 5.0. Die Dichte der beidseitigen Metallschichten ist jedoch bei Fotofilm mit OD 3.8 exakt so kontrolliert geringer hergestellt, dass eine optische Dichte erzeugt wird die noch ein Minimum an Augensicherheit gewährleistet (falls man bei einer Einstellung der Sonne – eben doch – für einen Sekundenbruchteil sein Auge der intensiven Strahlungsdichte des fokussierten Sonnenlichtes aussetzt). Dennoch muss alle Sorgfalt darauf verwendet werden, eben dieses zu vermeiden.

AstroSolar® Fotofolie OD 3.8 ist leider nicht für die visuelle Beobachtung der Sonne zu verwenden – auch nicht mit zusätzlichen Dämpfgläsern, weil solche Kombinationen von verschiedenen Filtern nicht von einer lizensierten Prüfstelle auf Augensicherheit überprüft worden sind.

Natürlich finden sich Kombinationen von AstroSolar® Foto Folile mit zusätzlichen Neutraldichtefiltern oder anderen dielektrischen Filtern , die es für die visuelle Beobachtung erlauben, die Sonne mit ausreichender Dämpfung – d.h. über eine für das menschliche Auge sichere spektrale Bandbreite – mit sehr interessanten Ergebnissen und ohne zu große Helligkeit zu sehen. Allerdings müsste jede derartige Filterkombination behördlich geprüft sein, um die Anerkennung als zugelassenes visuelles Beobachtungsmitel zu erhalten. Angesichts der Vielzahl von erhältlichen Lichtdämpfungsfiltern verschiedenster Hersteller sind solche Zulassungen jedoch unrealistisch da zu vielfältig und zu teuer. In jedem Fall müssen wir diese Diskussion insofern den Fachkreisen mit der klaren Feststellung überlassen, dass wir – als Hersteller – keine andere Verwendung von AstroSolar® Foto Film autorisieren können als oben beschrieben.

Viele erfahrene Astrofotografen haben in den vergangenen Jahren nach einer noch lichtdurchlässigeren Version von AstroSolar® Fotofilm nachgefragt, um noch kürzere Belichtungszeiten zu erreichen. Leider kann heutzutage niemand mehr ein solches Produkt guten Gewissens anbieten. Vor 20 Jahren konnte Carl Zeiss noch einseitig beschichtete Glasfilter (mit Beschichtungslöchern) mit optischer Dichte 3.5 herstellen und ohne entsprechende Gefährdungswarnung für fotografische Anwendung mit Emulsionsfilmen vertreiben. Der wichtigste Warnhinweis lautete: “kleine Löcher in der Beschichtung von Sonnenfiltern sind unvermeidbar. Wenn diese als störend empfunden werden, so verdecke man diese mit einem feinen Pinsel und schwarzer Deckfarbe.” Heutige Bestimmungen zur Produkthaftung lassen unserer Meinung nach derart helle und einseitig beschichtete Sonnenfilter nicht mehr zu.

 

Ich möchte die Sonne fotografieren. Brauche ich AstroSolar® 5.0 oder 3.8 Folie?

Kurz gesagt kann man unsere visuelle Folie (AstroSolar® Safety OD 5.0) problemlos auch für fokale Fotografie mit einer DSLR verwenden; die Foto-Folie (AstroSolar® FOTO OD 3.8) lohnt sich, wenn Sie z.B. durch Okularprojektion hoch vergrößern und so Details auf der Sonnenoberfläche mit Videomodulen filmen.

Einzelbilder, die komplette Sonne und fokale Fotografie: Visuelle Folie (OD 5.0)
Wenn Sie Einzelaufnahmen mit einer DSLR machen, die ohne Objektiv und Okular direkt (fokal) am Teleskop angeschlossen wird, dann ist AstroSolar® Safety Film mit Dichte 5.0 dafür hervorragend geeignet. Sie müssen sich dann beim Fokussieren auch keine Sorgen machen, wenn Sie durch den Kamerasucher schauen wollen, und bei fokaler Fotografie erreichen Sie mit einer modernen Digitalkamera ausreichend kurze Belichtungszeiten, damit die Luftunruhe nicht stört. Generell sollten Sie mit der OD 3,8 nur das Sucherdisplay Ihrer Kamera benutzen und keinesfalls den optischen Kamerasucher; mit OD 5.0 können Sie auch den Kamerasucher verwenden.
Die Sonnengranulation lässt sich schon bei 600mm Brennweite im Bild festhalten, wobei ein guter Standort (klarer, transparenter Himmel) und etwas Bildbearbeitung zum Anheben der Kontraste hilfreich sind. Ebenso interessant wie die Brennweite ist die Öffnung (da sie die Auflösung des Teleskops beschränkt), ein guter Refraktor mit 80-100mm ist ausreichend. Um die Strukturen schön zu sehen, sollten Sie mit Brennweiten von 1,5 bis 2 Meter arbeiten und mindestens 125-150mm Öffnung verwenden – dann sind Sie bei einem effektiven Öffnungsverhältnis von etwa f/10 und erreichen auch mit einer DSLR und visueller Folie ausreichend kurze Belichtungszeiten. Das ist aber nur ein grober Richtwert und hängt auch von der Auflösung der Kamera ab, also der Größe der einzelnen Pixel. Auch die nötige Brennweite, um die gesamte Sonne abzubilden, hängt von der Größe des Kamerasensors ab – pro Meter Brennweite wird die Sonne etwa einen Zentimeter groß abgebildet.

Okularprojektion (afokale Fotografie) und Lucky Imaging mit Videomodulen: Foto-Folie (OD 3.8)
Mehr Vergrößerung erhalten Sie über die Okularprojektion; dazu benötigen Sie entweder schlanke 1¼”-Okulare und einen Projektionsadapter oder gleich Okulare mit einem augenseitigem Gewinde wie unsere Hyperion 68° oder Morpheus 76° Okulare. Die Adaptionsmöglichkeiten sind beispielhaft an den Hyperion in diesem PDF beschrieben, und auf der Seite zu unserem OPFA Projektionsansatz finden Sie weitere Formeln zur Berechnung der effektiven Brennweite.

Durch die Okularprojektion erreichen sie sehr schnell extreme Brennweiten, dabei wird das Bild auch dementsprechend dunkel, sodass Sie die Fotofolie benötigen. Da so auch die Luftunruhe auffälliger wird, werden Sie auch keine Einzelaufnahmen mehr machen, sondern mit einem empfindlichen Videomodul arbeiten und die besten Aufnahmen verarbeiten – das so genannte Lucky Imaging.

In der Regel können Sie also beruhigt zur visuellen Folie greifen, solange Sie die Sonnenfotografie nicht bis zu Äußersten ausreizen wollen.

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